Nasse Moore speichern Treibhausgase. Doch die Agrarlobby torpediert den Schutz der Natur

Foto: Guillaume Amouret

Die Rettung zerstörter Moore und anderer Ökosysteme sollte Teil des „Green Deals“ der EU werden. Doch nach jahrelangem Anti-Moor-Lobbyismus ist von vielen Vorschlägen zur Renaturierung nicht mehr viel übrig. Eine Recherche zwischen Brüssel und Niedersachsen 

Weltweit ist die Europäische Union der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen aus Mooren, die für Landwirtschaft oder Torfabbau entwässert wurden. Den größten Teil macht Deutschland aus, mit 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Nun will die EU mit ihrem „Green Deal“ bis 2050 klimaneutral werden. Dabei könnten die Moore zum Ass im Ärmel werden: Hebt man ihren Wasserspiegel wieder bis zur Bodenoberfläche an, können die Torfböden Kohlenstoff effektiver speichern als jeder Wald. Doch leider ist dies keine Geschichte vom Ass, das die EU mit siegessicherem Lächeln im entscheidenden Moment auf den Tisch knallt. Im Gegenteil, die Karte kommt sozusagen in den Tiefen ihres blauen Pullovers abhanden. Diese Geschichte erzählt, wie ein lang erwartetes Gesetz für den Moorschutz zum Spielball mächtiger Lobbyverbände und Parteien wird.

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Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Cross-Border Investigativ Recherche und wurde vom Journalism Fund gefördert. Mit einem Fokus auf Italien, Irland und Deutschland recherchierten wir, wie die verbleibenden Feuchtgebiete Europas durch kommerzielle Interessen zerstört werden – bezahlt von öffentlichen Geldern. Weitere Infos zu unserem Team und den Geschichten unter journalismfund.eu